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Woche für Woche 4

Das kommentierte Absurdistan 2012

Von biF



10/12
Wer einen positiven Beitrag zur politischen Meinungsbildung leisten will, sollte hingehen und die Computer der BILD-Zeitung für alle Zeiten lahmlegen.
09/12
Einer unserer Freunde ist Journalist. Zur Zeit befindet er sich mit einer Journalistengruppe auf einer einwöchigen, von Škoda (VW) gesponserten Namibia-Reise, um den „Yeti“ zu promoten. Im vergangenen Jahr bereiste er zehn Tage lang Vietnam und warb danach mit seiner Reportage für den Reiseveranstalter, der ihm und einigen seiner Kollegen dieses Vergnügen ermöglicht hatte. In der Zwischenzeit hätte er – dem internen Verteiler nach – durchaus noch Gelegenheit zu zwei „Journalisten-Reisen“ innerhalb Deutschlands gehabt. – So etwas gehört zum Alltag eines Journalismus, der einen Bundespräsidenten wegen „Vorteilsnahme im Amt“ aus dem Amt gehetzt hat.
08/12
1. Sich zu aktuellen politischen Fragen zu äußern, ist das Dümmste, was man heutzutage machen kann. 2. Die Inkonsequenz ist dem Menschen angeboren.
07/12
Immer wenn ich Filme wie „Der Pianist“ von Roman Polanski sehe, versuche ich mir vorzustellen, welche meiner Mitbürger im realen Nazi-Reich welche Rolle gespielt haben könnten; dabei denke ich natürlich daran, wie furchtbar Wenige damals anständig gehandelt haben; und ich denke auch daran, in welchen Ärschen die Subalternen in der DDR herum gekrochen sind und in welchen sie jetzt stecken; und am Ende eines solchen Films bin ich immer froh, daß ich hier und heute lebe und daß ich mich dank gewisser Umstände mit all den sichtbar und unsichtbar „Bonbons“ tragenden Kanaillen nicht mehr abgeben muß.
06/12
Spontane Gedankenkette beim Hören von Berichten über „Europa im Würgegriff der Kältewelle“: Menschen ohne Obdach! – Im 21. Jahrhundert! – Eine beispiellose Schande ist das! – Für jeden Erfrorenen sollte man einen Spekulanten erschießen! – Ob unsere Bonsais das überleben werden? – Wieso halten die Vögel mit ihren dünnen Beinen eigentlich solche Kälte aus? – Meine Knie sind auch schon wieder kalt. – Scheiße, wenn man seine paar Buden nicht anständig beheizen kann. – Wohin das bloß führen soll, mit den Heizkosten. – Ob die Mutter dieses Jahr wieder so viel für das Öl bezahlen mußte? – Zum Glück kann sie noch den Kaminofen feuern. – Die Hälfte des hübschen Holzstapels im Garten ist schon weg. – Dahinter sieht man jetzt Phelis Grab. – Hoffentlich überleben die Schneeglöckchen darauf. – Die Mutter hat sie im Herbst erst gesteckt. – Wie tief mag der Frost wohl schon im Boden sein? – Ob die Pheli jetzt friert, da unten? – Quatsch! – Die Obdachlosen frieren.


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05/12
Die einen sind braun vom Sonnenbaden, die anderen vom Arschkriechen.
04/12
"Warum ist Beyoncé so blass?" - Mein Gott! Das sind Sorgen! Einfach furchtbar! (Web.de 19.01.2012)
03/12
Summ, summ, summ,
bienchen summ herum,
über stock und über steine,
aber brich dir nicht die beine,
summ, summ, summ,
bienchen summ herum.
02/12
Es kann nur klug scheißen, wer auch klug gefressen hat. – Und überhaupt halte ich den Begriff „Klugscheiße“ für positiv besetzt: Es kommt „klug“ darin vor und „Scheiße“ an sich ist auch nichts Schlechtes, man muß sie nur richtig verwenden.
01/12
Jedes Hirn stellt seine eigenen Gespinste her.


Verbindung zu Woche für Woche 3 - Das kommentierte Absurdistan 2011.





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