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Die 7. Kiepe aus dem Klappcomputer

Hobelspäne 601 bis ......

Von biF



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ophelia1

601
Zur künftigen Vermeidung von Finanzkrisen würde es vielleicht schon genügen, weniger geistig minder bemittelte Sprößlinge der materiell mehr Bemittelten über Elitegymnasien, -universitäten und Geheimbünde in alle möglichen Führungspositionen zu schleifen.
602
Bankenwesen: Staatlich subventioniertes Glücksspiel
603
Hilfspaket für das notleidende Bankenwesen 500 Mrd.
Staatsverschuldung der Bundesrepublik 1560 Mrd.
Geldvermögen der Bundesbürger 4600 Mrd. –
Es ist noch Luft für ein paar Pleiten!
604
Das „asoziale Gen“ auszumerzen, wäre eine echte Aufgabe für die Molekularbiologen.
605
Erst wenn das letzte Managerbaby erwürgt ist, werden wir in Frieden leben können!
606
Deutschland, das Paradies der Hinterhältigen: Ein Symbol dafür steht in Krauschwitz/ Sachsen – ein kleiner, mißbrauchter Alleebaum. Er ist der einzige seiner Art auf 2,8 km Straßenlänge und – verdeckt einen Blitzer.
607
Die Reichen wären mit ihrem Geld auch nicht glücklich, sagt man, aber wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber mit als ohne Geld unglücklich sein.
608
Was man nur mit Hilfe von Sponsoren drucken kann, ist vermutlich des Druckens nicht wert, aber inzwischen braucht man auch für Druckenswertes schon Sponsoren.
609
In der DDR konnte man sich – wenn auch dürftig – in einer Nische einrichten.
Jetzt kann man das – wenn man noch eine Nische findet – allenfalls notdürftig.
610
Think big = denk dick = kleckern, nicht klotzen.
611
Der Mangel an Kultur bringt es mit sich, daß Leute es als „event“ empfinden, in ein Tagebauloch zu glotzen.
612
Hier Mafiosi, da Manager ... – oder umgekehrt?
613
Früher lernte der Mensch, sich in der Natur zu behaupten, heute lernt er, Apparate zu beherrschen.
614
P. hat viele tolle Gesang- und Andachtsbücher zusammengesammelt, aber in den Himmel kommt er trotzdem nicht: Die Dinger sind nämlich alle geklaut.
615
Aus der Geschichte lernen: Man könnte die lebenslängliche Steuernummer, die sich ja jetzt auch Identifikationsnummer nennt, doch gleich den Säuglingen in den Unterarm tätowieren ...
616
Unsere Nachbarn haben drei Kinder im Vorschulalter. Die schicken sie früh am Morgen zum Spielen aus dem Haus, zu den Mahlzeiten und abends sammeln sie sie wieder ein; ansonsten kümmert sich keiner um „unsere Zukunft“. Neuerdings haben die Nachbarn einen Hund. Seitdem sind sie auch selber öfter einmal im Garten. Mit dem Hund.
617
Tagesschau: ... sprengte sich ein Selbstmord(?)attentäter in die Luft(ja, wohin denn sonst?)
618
Ich weiß nicht,
was die Menschen wollen;
ich weiß nur,
was sie nötig hätten.
619
Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 am 10.11.2008 in Weißwasser:
Gestammel von Mittelschülern und Gymnasiasten; die einzige Rede in akzeptablem Deutsch wurde von einem polnischen Mädchen vorgetragen ...
620
Der Sozialarbeiter:
Es ist schlimm, daß immer mehr Menschen verarmen – man muß ihnen helfen!
Der Unternehmer:
Nicht so schlimm, daß Menschen verelenden; es gibt ja genug Leute, die ihnen helfen.
621
So lange Hollywood seine blöden James-Bond-Filme dreht, ist an einen amerikanischen „Paradigmenwechsel“ nicht zu denken.
622
In der Gesellschaft des Menschen werden sogar Hunde asozial.
623
Lieber KONSUM-Rausch als Kapitalismus.
624
Rufe an, so wirst du angerufen werden.
625
Frauen und Männer: Triumph der Form über den Inhalt.
626
ein gutes buch ist unter barre-blech und roche-kohl genauso verloren wie ein denkender mensch im deutschen bundestag
627
Web.de 16.12.2008: „Milliarden für (...) Straßenbau“ – und womit hält man Fräulein Konjunktur bei Laune, wenn Deutschland zugepflastert und voller Blechmobile ist?
628
Tagesschau 16.12.2008:
Eine Konsequenz aus dem Polizistenmord: Polizisten müssen besser geschützt werden. –
Und dann wohl bald auch die Polizisten, die die Polizisten schützen müssen.
629
Grausig kalt isses, igitt. Und woanders isses noch kälter, igitter.
630
Nix zu fressen, die Palästinenser, aber Raketen können sie nicht nur kaufen, die kriegen sie auch durch alle Sperren.
631
In der Wirtschaft hantieren genau so viele Nichtskönner wie in der Politik, bloß daß sie ihre Unfähigkeit immer wieder mit Krediten kaschieren können.
632
Was die erschlagenen Maulwürfe für den Gärtner sind die Anmerkungen für den Gelehrten.
633
Was man mit anderen zusammen macht, wird vielleicht in dem einen oder anderen Punkt besser, aber ganz sicher wird es in vielen Punkten schlechter.
634
Verschrottungsprämie: Sie sparen 2.500 – und geben 10.000 aus.
635
Würden die Amerikaner ihre Militärs aus aller Welt abziehen, hätten sie auf einen Schlag im eigenen Land 5 Millionen Arbeitslose mehr. Oder 10. (Febr. 09)
636
Die Unternehmen zu sanieren anstatt Dividenden auszuzahlen, würde den einen oder anderen reichen Müßiggänger vielleicht zum Arbeiten zwingen – unzumutbar.
637
Kaum einer kann oder will noch anspruchsvolle, saubere Arbeit leisten;
den einen fehlt das Geld, den anderen die Zeit, den meisten fehlt beides.
638
Schwarzfuß & Co. haben sich schon einmal eingebildet, auf der Seite der Sieger zu sitzen, aber auf der Siegerseite sitzt man immer nur vorübergehend: Alexander, Cäsar, Wallenstein, Friedrich, Napoleon, der Kaiser, Stalin, der Führer – Millionen und Abermillionen Verlierer.
639
Der handelsübliche Weißwasseraner ist in Ordnung. Der Weißwasseraner de luxe, organisiert in den üblichen Nepotistengremien (Clubs und Vereinen) ist eine ekelhafte Mischung aus Mißgunst, Neid, Arroganz und Dummheit.
640
Die Städter jagen unbefriedigt von Event zu Event, weil sie von der Kultur zu viel erwarten und von der Natur nicht mehr wissen, als in Büchern steht.
641
Eigentlich müßte sich die Justitia ja auch noch die Nase zuhalten – der Anwälte wegen.
642
Gut, daß wir hier den Truppenübungsplatz haben. Dadurch haben wir hier auch mehr Tiere.
643
Wo Monopolisten das Zepter an sich reißen, ist es mit der Qualität vorbei.
644
Ohne die vielen Stadtbrände wäre der Mensch vielleicht schon ausgestorben und es würde heute heißen: Die Krone der Schöpfung, das Schwein, die Wanze.
645
Am 10. Mai 2009 verkündete der „ideelle 68er“ Joachim Gauck im Deutschlandfunk, er könne nicht aufhören, die Ossis an ihre gehabte Diktatur zu erinnern: Wir werden uns – so Gott will – in 10 Jahren die bundesdeutsche Gegenwart ansehen ...
646
Jahrhunderte haben Künstler Glaubensinhalte nur visualisiert. Heute werden diese von den Medien kreiert und der Mensch glaubt an Monster, Ufos und fliegende Fische.
647
Wenn es stimmt, daß das menschliche Gehirn nur zu zehn Prozent genutzt wird, müßte es aber viel kleiner sein als bisher angenommen, denn die meisten sind mit Beruf, Steuerklärung, Führerschein, Handy und Fernbedienung schon ausgelastet.
648
Das Büchermachen hat gegenüber dem Musikmachen den Vorteil, das Bücher sich länger halten. Das Musikmachen hat den Vorteil, daß die Töne nicht überall im Wege herumstehen und -liegen und daß sie gleich wieder Platz machen für neue.
649
Der vermutlich psychisch gestörte „Markgraf Maria Emanuel“ – eins der habgierigen Würstchen aus der verhungerten Wettiner-Bande, das niemals Markgraf war noch jemals sein wird – läßt sich heutzutage tatsächlich noch „Markgraf“ titulieren; genau so gut könnte ich mich „Kotsasse Bernd-Ingo Friedrich“ nennen; aber nein, ich tu’s nicht, weil ich von der Welt noch was mitbekomme, und außerdem: Was soll die Angeberei?
650
In Potsdam Friedrich Wilhelm Prügelfix, in Dresden Friedrich August Saufaus und Maßlos Brühl, in Paris Napoleon Größenwahn, in London Lady-Killer Heinrich – je Schurke, desto beliebt.
651
Die Bürger spielen Demokratie, der Staat tut so, als gäbe es den Absolutismus noch.
652
Es gibt Menschen, die sich entwickeln, und es gibt Menschen, die ruck zuck fertig sind.
653
Unpopuläre Maßnahmen in einer Demokratie?
654
Für die „Käfig-Kämpfer“ würde eine einzige, konsequent angewandte Regel völlig ausreichen: Einer muß tot aus dem Oktagon.
655
Einige Tasten meines Laptops glänzen schon: A, E, N, R und so weiter – wie sich’s gehört. Beim Ackermann sind’s wahrscheinlich das Dollarzeichen und die Nullen.
656
Die Heuchelanstalt Deutschland - w.z.e.(rwarten)w. - will nun doch den amerikanischen Kriegsverbrechern helfen, ihre Verbrechen im Nahen Osten zu vertuschen, indem sie gekidnapte Unschuldige interniert.
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Wilhelm Rudolph schuf zwischen 1945 und 1947 mehrere graphische Zyklen zum Thema „Das zerstörte Dresden“. Abgesehen von ihrem dokumentarischen Wert haben diese Blätter auch eine eigenwillig-ambivalente ästhetische Qualität. Daß heutzutage einer hinginge und die erneute Zerstörung Dresdens durch moderne Architekten dokumentierte, und sei es um ästhetischer Reize willen, ist mir nicht bekannt.
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Also, eins möchte ich wirklich überhaupt nicht sein – Wolke: heute hier, morgen da, übermorgen gar nicht mehr da; heute Cirrus, morgen Cumulus, übermorgen Cunnilingus – ständig auf der Suche nach der eigenen Identität: furchtbar! (Na, das ist ja interessant: Cirrus und Cumulus kennt der Computer nicht, aber Cunnilingus; der Schweinigel!)
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Der Jähzorn ist die aggressive Variante der Spontaneität.
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Deutschlandfunk 16.06.09 früh: In dem kleinen Dorf Dolny oder Dolne in Polen gibt es 40 Friseursalons mit je 3 bis 4 Beschäftigten, das macht 140 Friseure auf 200 Einwohner, die alle gut verdienen. (Beispiel: 350 Euro Grundgehalt, bis zu 30 Euro Trinkgeld täglich.) Geöffnet sind die Salons, in denen es Zeitschriften, Tee und Kekse zum Verkürzen der Wartezeit gibt, zu unterschiedlichen Zeiten an sieben Tagen in der Woche.
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EIN WENIG GEDULD

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WIR ARBEITEN NOCH

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